Jahrgangsstufenprojekte und Schüleraustausch

Unsere Projekte zum Thema „Sich finden, die eigenen Kompetenzen stärken, andere respektieren, gemeinsam arbeiten, Zukunft gestalten“ sind im KLASSE!-Programm zusammengefasst.

Ein Team aus LehrerInnen ver­schie­dener Fachschaften entwickelte für die Jahr­gangs­stufen der Unter- und Mittelstufe Projekte.

Diese wurden dann in Form eines Schullandheimaufenthalts, IF-Stunden und Projekttagen im Schulprofil verankert. 

5. Klasse: KLASSE SCHULE!

Ich und meine neue Gruppe

Lernen lernen

Auf die SchülerInnen der fünften Klassen kommen am Gymnasium völlig neue Herausforderungen zu. Lernen ist dabei die Grundlage allen schulischen Arbei­tens. Wer nicht lernt zu lernen, hat dauerhaft Probleme sich an schulischen Prozessen zu beteiligen. Dabei ist uns auch wichtig sich gegenseitig kennen zu lernen und den gemeinsamen Umgang miteinander respektvoll zu gestalten. Das Arbeiten an diesen Kompetenzen ist mit einer Schulstunde fest im Stundenplan der SchülerInnen der 5.Klassen verankert.

6. Klasse: KLASSE TEAM!

Umgang mit Gefühlen / Selbstvertrauen

Grundlagen der Präsentation

Unser Ziel ist es, dass sich die Schüler in ihrer Klasse wohl fühlen und sich als Gemeinschaft verstehen. Daher fördern wir das Selbstvertrauen undVerantwortungsbewusstsein der Kinder.

Dieses Projekt wird im Schullandheim der sechsten Klassen und in den IF-Stunden (mit einer Schulstunde fest im Stundenplan verankert) realisiert. Die SchülerIn­nen lernen anhand von praktischen Übungen sich mit ihrer Person aus­einander zu setzen, die eigenen Fähigkeiten und die Fähigkeiten der anderen wahr­zunehmen, um miteinander offen und respektvoll umzugehen und Verantwor­tung zu übernehmen.

Eingesetzt wird die geschärfte Selbst- und Fremdwahrnehmung u.a. bei der Einübung von Präsentationstechniken und der Auseinandersetzung mit z.B. dem richtigen Zuhören.

7. Klasse: KLASSE AUFTRITT!

Die eigene Rolle finden /  Toleranzschulung

Sozialkompetenz

In Zusammenarbeit mit zahlreichen Fächern und Fachschaften gestalten die SchülerInnen in Workshops verschiedenste Projektprodukte (u.a. Karten, Theaterstücke, Bazare, Behindertenparcours) zum Thema ,,Anders, na und!“. Dadurch soll auch einmal ein Blick über den bekannten gesellschaftlichen Tellerrand auf Randbereiche unseres Lebens geworfen werden, mit denen SchülerInnen dieses Alters oft nur wenig Kontakt haben, um Toleranz und Akzeptanz auch gegenüber anderen sozialen Schichten und Lebenskonzepten auszubilden. Begleitet werden diese Workshops von Unterrichtsgängen, die dem Besuch in sozialen Einrichtungen (u.a. Mudra (Drogenabhängigkeit), Lilith (Frauen in Not), Bahnhofsmission, Wärmestube) dienen. Diese Projektprodukte und Erfahrungen während der Unterrichtsgänge werden im Anschluss an einem Präsentationsnachmittag gegenseitig vorgeführt, evaluiert und diskutiert.

8.Klasse: KLASSE ENTSCHEIDUNG!

Suchtproblematik /

Umgang mit Versuchungen

Jugendliche dieser Jahrgangs­stufe befinden sich in der schwierigen Phase der Pubertät. Sie verlieren ihre Kindheit und suchen nach dem, was an deren Stelle treten könnte. Suchtproble­matiken aus den verschiedensten Bereichen spielen für sie eine Rolle: Magersucht, Drogen, Alkohol, Internet.

In Zusammenarbeit mit der Drogenprävention der Polizei und verschiedenen Betroffenengruppierungen sollen die SchülerInnen nach Wegen suchen, die zukunftsträchtig sein können, ohne Gesundheit und Lebensplanung aufs Spiel zu setzten.

9. Klasse: KLASSE ZUKUNFT!

Sich seinen Platz in der Welt suchen /

Ziele und Vorbilder

Nach neun Jahren Schule endet die Schulpflicht – aber für den Großteil der Gymnasiasten verstreicht dieser Zeitpunkt unbemerkt. Wir nehmen dies als Anstoß, um uns mit den Schülern strukturiert über Zukunftspläne und -perspektiven zu unterhalten und vor allem zu thematisieren, wie sie sich sinnvoll Ziele stecken und diese auch erreichen können. Welche Ziele möchten sie wie erreichen? Was ist für sie Erfolg? Wie geht man mit dem Scheitern seiner eigenen Pläne um?

Durch Ansprechen all dieser Fragestellungen, Rollenspiele und Gruppenübungen im Rahmen eines Projekttags erreichen wir Motivation, Eigentätigkeit und Eigenverantwortung.

10. Klasse: KLASSE ABSCHLUSS!

Mentorenprogramm zur individuellen Förderung leistungsschwacher SchülerInnen am Übergang zwischen Mittelstufe und gymnasialer Oberstufe (Jahrgangsstufe 10)

Um SchülerInnen, die auf dem Weg sind, ihr Vorrücken in die gymnasiale Oberstufe (Klasse 11 und 12) oder sogar ihren Mittleren Abschluss am Gymnasium zu gefährden, zu unterstützen, wurde ein Mentorenprogramm ins Leben gerufen, im Zuge dessen LehrerInnen maximal 2 Schüler individuell fördern, in Einzelgesprächen nach Gründen und Auslösern für Motivationsprobleme und mangelnde Leistungsbereitschaft suchen, Wege zur Zielerreichung aufzeigen und Zeitmanagement- und Lernimpulse in eigenen Studierphasen geben sollen.

Lernen lernen für die gymnasiale Oberstufe, das sicherlich auf dem Lernen-lernen-Programm der 5. Klasse aufbaut, jedoch die neuen Ansprüche und Kompetenzbereiche der Abiturvorbereitung mit einbezieht, gehört genauso zum Umfang des Mentorenprogramms wie individuelle Schullaufbahn- und Berufsberatung.

7.-9. Klasse:

Schüleraustauschprogramm mit La Réunion

Um interkulturell Bewegung in festgefahrene Vorstellungskomplexe junger Menschen zu bringen und um auch Horizonte zu erschließen und zu erweitern, sprachlich wie zwischenmenschlich, wird seit über einem Jahrzehnt ein Schüleraustausch der 7. bis 9. Jahrgangsstufe mit dem überseeischen Département La Réunion organisiert.

Während beim Besuch in Deutschland Regionales wie Nationales, Franken (Nürnberg-Fürth-Erlangen), Bayern (Bayreuth-München) und die Bundsrepublik (geteiltes Dorf Mödlareuth) betreffend im Vordergrund steht, tauchen SchülerInnen des Sigmund-Schuckert-Gymnasiums beim Gegenbesuch im Indischen Ozean in eine ihnen häufig noch völlig unbekannte Flora, Fauna und Kultur ein. Sie erleben kreolisches wie französisches Leben, ein neuartiges Klima und Menschen hautnah, die wiederum im Kontakt mit ihren GastschülerInnen einen Beitrag zum Kulturtransfer, gegenseitigem Verstehen und Austausch und schließlich zur Völkerverständigung und -freundschaft leisten wollen.