Das Erasmus+-Projekt „HEAL“ – 24 engagierte Schüler nehmen daran teil

Seit Ende November steht unsere Projektgruppe zum Thema „HEAL“. Aus der großen Anzahl an interessierten Schülern formte sich, vorrangig den Terminzwängen geschuldet, die Erasmus+-Gruppe und trifft sich nun regelmäßig Dienstagnachmittags am SSG, um sich mit den Umweltproblemen in unserer Umgebung auseinanderzusetzen.

Ausgehend von einem allgemeinen Brainstorming zu Erfahrungen und Ideen zum Thema bildeten sich recht bald drei Gruppen heraus, die sich konkreter mit folgenden Themen befassen wollen: Zum einen gibt es da die Gruppe, die sich mit der ‚Luftverschmutzung inklusive Lärmbelastung‘ auseinandersetzen will, eine weitere Gruppe, die das Thema ‚Plastik und Mikroplastik‘ beleuchten möchte, und eine dritte Gruppe, die sich mit den ‚Umweltproblemen rund um den Nürnberger Flughafen‘ befassen möchte.

Alle sind nun am Recherchieren, Verstehen, Interviewen und Aufbereiten der gesammelten Informationen. Das Ziel dabei ist immer das erste Projekttreffen in Polen im März 2018, wo die einzelnen Themengruppen Vertreter mit Präsentationen entsenden, die die bis dahin gefundenen Ergebnisse widerspiegeln sollen.

 

Treffen mit Frau Paulsen von der Umweltstation der Stadt Nürnberg

Anfang Januar hat Frau Paulsen von der Umweltstation der Stadt Nürnberg die Schüler des Erasmus+-Projekts „HEAL“ am SSG besucht, um ihnen einen Überblick über die Thematik Verkehr und Lärm in Nürnberg zu geben. Mit vielen Statistiken und Graphiken wurde den Schülern verdeutlicht, welche Auswirkungen der Verkehr auf die Gesundheit der Menschen und die Natur haben und wie diese durch die Nutzung des Öffentlichen Nahverkehrs reduziert werden könnten. Das Problem des Lärms konnten die Schüler anschließend selbst hautnah erleben, indem sie mit speziellen Geräten an der Eibacher Hauptstraße die Lärmbelastung messen und so eine ungefähre Ahnung von den Auswirkungen auf die direkten Anwohner bekommen konnten.

(Homepage der Umweltstation: https://www.nuernberg.de/internet/umweltstation/)

 

Treffen mit Frau Heindl von Greenpeace

Im Rahmen ihrer Auseinandersetzung mit dem Thema ‚Plastik/Mikroplastik‘ als Teil des Erasmus+-Projekts „HEAL“ haben die Schüler auch Greenpeace kontaktiert und die Greenpeace-Aktivistin und Geo-Chemikern Katrin Heindl ans SSG eingeladen. Nach ersten Informationen über die Arbeit von Greenpeace und deren Unterstützer erhielt die Gruppe durch das Interview umfassende Information über die Herkunft und Arten von Mikroplastik und die aus Sicht von Greenpeace notwendigen Überlegungen im Zusammenhang mit dieser Problematik. So sind die Folgen der Mikroplastik in offenbar allen Gewässern und Böden noch relativ unbekannt. Vor allem ist jedoch deutlich geworden, dass bislang noch kein zuverlässiger Weg gefunden wurde, mit Plastik in Form von Mikropartikeln beispielsweise in Kläranlagen umzugehen.

 

Treffen mit dem Umweltbeauftragten des Nürnberger Flughafens und dem Bund Naturschutz

Die Schüler, die sich mit den Umweltproblemen rund um den Nürnberger Flughafen im Zuge des Erasmus+-Projekts „HEAL“ beschäftigen, haben Ende Januar einen Interview-Termin mit Dieter Herold, dem Umweltbeauftragten des Nürnberger Flughafens, wahrnehmen können. Mit viel Zeit und ausführlichen Erläuterungen beantwortete er die von der Gruppe vorbereiteten Fragen in Bezug auf seine Aufgabenbereiche, die bis auf weiteres vertagte Autobahnanbindung, die Maßnahmen und Richtlinien bei der mit dem Flughafen einhergehenden Lärmbelastung und die Verschmutzung der Luft durch den Flugverkehr. In diesem Gespräch wurde sehr deutlich, wie umfassend das Themenspektrum im Bereich ‚Umwelt‘ auch von Seiten der Flughafenbetreiber wahrgenommen und bearbeitet wird und das Information und Transparenz wichtiger Teil der Zielsetzung des Leiters dieses Umweltbereichs sind. Auch die als ein wenig angespannt bezeichnete Beziehung zum BUND Naturschutz war Thema, dessen Klage gegen das Planstellungsverfahren die Autobahnanbindung verhindert, die vor allem für eine gesicherte Zufahrt für Rettungskräfte in einem Notfall als wichtig erachtet wird.

Insofern war es folgerichtig, dass die Schüler dann Anfang Februar Herrn Dötsch vom BUND Naturschutz Nürnberg zu einem Gespräch ans SSG eingeladen haben. Der Geschäftsführer des Nürnberger Büros hat den Schülern aufgeschlossen und fundiert Fragen zu den Problemkreisen Boden- und Luftverschmutzung sowie Lärm beantwortet. In vielen Bereichen wurde deutlich, dass der BUND Naturschutz die Umweltbeeinträchtigungen durch den Flughafen anders einschätzt als beispielsweise der Umweltbeauftragte des Flughafens. So konnte den Schülern eine andere Sichtweise vermittelt werden und zudem die Arbeit des Bund Naturschutzes näher gebracht werden. Dieser Arbeit ist es unter anderem zu verdanken, dass eine Autobahnanbindung an den Flughafen und die damit einhergehende Beeinträchtigung der Natur durch beispielsweise eine notwendige Rodung von Wald oder zusätzlichen Verkehrslärm, verhindert werden konnte.

(Homepage der Flughafen Nürnberg GmbH: https://www.airport-nuernberg.de/unternehmen;

Homepage des BUND Naturschutzes: https://nuernberg-stadt.bund-naturschutz.de/)

 

 

 

 

Seit Beginn des laufenden Schuljahres ist das SSG Teil eines Erasmus+-Projekts, bei dem verschiedene Schulen aus verschiedenen europäischen Ländern an einem gemeinsamen Thema arbeiten. Unter dem Titel „HEAL – Health Environment and Life“ werden wir bis Dezember  2019 mit unseren Partnerschulen aus Mátészalka/Ungarn, Wisla/Polen, Humenné/Slowakei und Cosenza/Italien Umweltprobleme in unserer jeweiligen Umgebung sowie deren Auswirkungen auf unsere Gesundheit untersuchen. Ein spannendes erstes Projekttreffen der beteiligten Lehrer fand Mitte November in Ungarn statt, bei dem die Abläufe für die kommenden Treffen und die Projektarbeit abgesteckt wurden.

Und jetzt sind die Schüler dran! In diesem und im nächsten Schuljahr finden jeweils zwei Projekttreffen an einer unserer Partnerschulen statt, zu denen immer insgesamt bis zu fünf Schüler der 9. und 10. Jahrgangsstufen reisen und die Ergebnisse ihrer Projektarbeit präsentieren werden. Daneben erstellt jede Schule ein Freizeitprogramm, damit sich die Schüler besser kennenlernen können und natürlich auch ein kultureller und landschaftlicher Einblick in die verschiedensten Regionen Europas gewonnen werden kann. Und das Schöne an der ganzen Sache: Das Erasmus+-Projekt wird finanziell großzügig von der Europäischen Union unterstützt! Lust bekommen? Dann wende dich gerne an Frau Olalowo oder Frau Böh.

Gute Stimmung bei der Lehrerdelegation des SSG!